Achtsamkeit im Alltag trainieren – ohne Meditation

Meditation ist nicht so dein Ding? Trotzdem möchtest du etwas für deine mentale Gesundheit und deine Stressmanagement tun? Dann erhältst du hier Tipps, wie du Achtsamkeit im Alltag ohne Meditation trainieren kannst.

Aber was ist eigentlich Achtsamkeit? Achtsamkeit bezieht sich auf das bewusste Wahrnehmen und Annehmen des gegenwärtigen Augenblicks ohne Urteil. Es ist eine Geisteshaltung, die es ermöglicht, vollständig in der Gegenwart präsent zu sein, ohne von Gedanken über die Vergangenheit oder die Zukunft abgelenkt zu werden.

Indem du Achtsamkeit in den Alltag integrierst, kannst du bewusster leben und die Qualität des Lebens steigern. Hier sind einige Möglichkeiten, wie du Achtsamkeit im Alltag praktizieren kannst, ohne die klassische Meditation:

  1. Langsames Essen: Nimm dir Zeit, um deine Mahlzeiten bewusst zu genießen. Beachte den Geschmack, die Textur und den Geruch der Nahrung. Iss langsam und konzentriere dich darauf, jeden Bissen zu schätzen.
  1. Bewusstes Atmen: Achte auf deine Atmung. Fühle, wie du ein- und ausatmest, ohne etwas zu verändern. Dies kann dir helfen, sich im Moment zu verankern. Diese Übung kannst du immer mal wieder in deinen Alltag einbauen.
  1. Sinneswahrnehmung: Nimm dir Zeit, um die Umgebung bewusst wahrzunehmen. Spüre den Wind auf deiner Haut, höre die Geräusche um dich herum und betrachte die Details deiner Umgebung.
  1. Achtsames Gehen: Beim Gehen kannst du deine Aufmerksamkeit bewusst auf den Bewegungsablauf und die Empfindungen in den Beinen lenken. Verlangsame die Schritt und sei dir des Kontakts deiner Füße mit dem Boden bewusst.
  1. Digitale Entgiftung: Nimm dir Zeiten am Tag, in denen du bewusst auf digitale Geräte verzichten. Genieße diese Momente der Ruhe, ohne von Benachrichtigungen abgelenkt zu werden.
  1. Gegenwärtigkeit in Gesprächen: Sei während Gesprächen wirklich präsent. Höre aufmerksam zu, ohne schon über deine Antwort nachzudenken.
  1. Achtsame Routinen: Ob beim Duschen, Zähne putzen oder beim Abwaschen – konzentriere dich auf jede Handlung und die Empfindungen, die sie mit sich bringt.

Die Essenz der achtsamen Praxis liegt darin, sich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren, ohne Urteil und mit einem offenen Geist. Dies kann zu einer gesteigerten Wahrnehmungsfähigkeit, reduziertem Stress und einem tieferen Verständnis für das Leben um uns herum führen.

Tipp: Wenn du während der Achtsamkeitspraxis merkst, dass deine Gedanken doch wieder kreisen, dann sage dir innerlich: „Ah, ein Gedanke… ok, aber jetzt nicht! Ich denke später weiter, jetzt möchte ich nicht denken!“ Das bedeutet, verurteile dich nicht, wenn du doch anfängst nachzudenken. Nimm es nur wahr und lass den Gedanken ziehen, komme wieder zur Ruhe. Deine Gedanken laufen ja nicht weg, du hast später Zeit darüber nachzudenken und genieße den Moment der Achtsamkeit :)